Wandern und Pilgern auf dem Lutherweg

Wenn die Wiesen zum Blütenmeer werden und die Bäume ausschlagen, lockt die Natur mit ihrer Pracht. Dann lädt der Lutherweg ein, auf „Schusters Rappen“ das Coburger Land zu erkunden. An St. Moriz und in unmittelbarer Nähe von Heilig Kreuz führt das grüne „L“ auf weißem Grund auf den Weg. Mit seinen über 3000 Kilometern in Mitteldeutschland gelangt der Weg von Sonneberg durch das Coburger Land nach Eisfeld und verbindet dabei auf 96 Kilometern Länge die Städte der Reformation Neustadt, Coburg und Bad Rodach.

Die 21 Kirchen und Kapellen sind Stationen auf dem Weg, die zum Ruhen und Verweilen einladen und Raum für spirituelle Erfahrungen geben. Sie atmen das Leben und den Geist der Gemeinde, die schon seit Hunderten von Jahren ihren Weg zu Gott sucht. Sie erzählen ihre Glaubensgeschichte, die sich mit meiner in Beziehung setzt.

Der Lutherweg lädt ein - einen Abend oder einen Tag - sich auf den Weg zu machen und raus aus dem Alltag. Jeder Schritt trägt zur Entschleunigung bei. Beim Wandern kann ich so zum Pilger werden, in dem sich Räume für neue Gedanken, für Gespräche mit anderen, für Gott öffnen.

Wer sich alleine oder in einer Gruppe auf den Lutherweg begibt, kann sich singend oder betend, schweigend oder in der Gemeinschaft mit anderen des Geschenks des eigenen Lebens neu bewusst werden.

Ein Wander- und Pilgerführer „Auf Luthers Spuren im Coburger Land“ erschließt die Stationen und gibt Impulse zum Innehalten und Nachdenken. Mit dem Pilgerpass, der in jedem Pfarramt erhältlich ist, kann man an einzelnen Stationen Stempel sammeln.
(Weitere Informationen: www.lutherweg.de)

Ich wünsche Ihnen gute Erlebnisse auf dem Lutherweg.

Dieter Stößlein, Theologischer Referent
Lutherdekade/ Dekanat Coburg


Manchmal müssen wir aufbrechen, aus dem, was uns bindet, fesselt.
Manchmal müssen wir uns frei machen von dem, was uns täglich in seinen Bann zwingt.
Manchmal müssen wir neue Wege gehen, damit wir uns wiederfinden.